Das MAVORS-Institut
wurde mit dem Ziel gegründet, wissenschaftliche Grundlagenforschung
und Forscher zu fördern, unser Wissen zu erhalten und das
Verständnis für alle Aspekte antiker Gesellschaften
und Staatengebilde, insbesondere ihrer Armeen, zu mehren.
In weiten Teilen unserer Gesellschaft stösst
die antike Militärgeschichte auf grosses Interesse. Dennoch
gilt sie oft als umstrittenes Forschungsgebiet, das häufig
für eine blosse Studie der Taktik und Strategie, der Kriegshelden
und der Waffentechnik gehalten wird. Die moderne militärgeschichtliche
Forschung umfasst aber bedeutend mehr: sie hat die Aufgabe, sämtliche
Aspekte, nicht nur der Heere und der Truppenkörper, zu beschreiben
und zu analysieren sondern auch deren Beziehungen mit ihrem politischen,
gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Umfeld. Erst
so wird es möglich, ein tieferes Verständnis der Vergangenheit
zu erlangen.
Die grundlegende Voraussetzung für die erfolgreiche Erforschung
der antiken Militärgeschichte ist das genaue Verständnis
und der Einbezug aller bekannten einschlägigen Quellen. Unglücklicherweise
ist aus der Antike keine Geschichte der Heeresentwicklung überliefert,
und nur weniges ist zum Verlauf einzelner Schlachten, Feldzüge
oder militärischer Praktiken und Strategien erhalten geblieben.
Allerdings fördern Ausgrabungen und Surveys regelmässig
relevante Hinterlassenschaften und Dokumente in grosser Zahl zutage.
Die antike Militärgeschichte zieht ihre Informationen und
Folgerungen aus einer ganzen Reihe von solchen schriftlichen und
archäologischen Quellen: aus der antiken Literatur, der Dichtung
und aus Gesetzestexten; aus Inschriften und Texten auf Stein,
auf Papyri, auf bronzenen oder hölzernen Täfelchen;
aus archäologischen Ausgrabungen und Surveys; aus Satellitenbildern,
Luftbildaufnahmen und geophysikalischen Prospektionen; aus Funden
wie Münzen, Reliefs und Malereien, Statuen, Waffen, Essensresten,
Kleidung, Werkzeugen etc. Allerdings sind diese Quellen meist
nicht ohne weiteres zu verstehen und bedürfen deshalb einer
Untersuchung durch ausgebildete Spezialisten und Experten. Kein
Gelehrter vermag all diese Spezialdisziplinen alleine zu beherrschen.
Die unterschiedlichen Quellen lassen sich deshalb oft erst durch
die Zusammenarbeit verschiedener Spezialisten dem geschichtlichen
Verständnis erschliessen. Das MAVORS-Institut
ist deshalb einer innovativen, ausgewogenen und interdisziplinären
Forschung verpflichtet.
Von den Hochschulen und den archäologischen
Diensten wird allgemein erwartet, dass sie solche Spezialisten
ausbilden und anstellen. Die archäologischen Dienste verfügen
aber kaum je über die Mittel, solche Spezialisten fest einzustellen
und die meisten Universitäten haben die Ausbildung und Anstellung
spezialisierter Forscher zugunsten einer Generalisierung der Lehre
weitgehend aufgegeben. Grund dafür sind einschneidende Sparmassnahmen,
eine empfindliche Verringerung des Personalbestandes, die gängigen
Anstellungspraktiken, zunehmende Kürzungen der Forschungs-
und Bibliothekskredite der betreffenden (ohnehin meist winzigen)
Institute sowie die immer weiter wachsenden Studentenzahlen. Die
Abzweigung weiterer Mittel von der wissenschaftlichen Forschung
in Projekte mit beschränkter oder keiner Relevanz für
die Antike entzieht der Erforschung der antiken Welt zusehends
die noch verbliebene Dynamik. Ferner wird in vielen universitären
Kreisen die antike Militärgeschichte (oft im Gegensatz zur
neuzeitlichen Militärgeschichte) mit der altväterlichen
Schlachtfeldhistorie verwechselt. Sie gilt als unzeitgemäss
und findet folglich kaum Unterstützung.
Da in jeder Wissenschaft sowohl die Fortschritte
als auch die Wahrung der bisher gewonnenen Erkenntnisse von der
Grundlagenforschung, der Entwicklung neuer Methoden und spezialisiertem
Fachwissen abhängig sind, ist der wissenschaftliche Standard
und die Zukunft wesentlicher Bereiche der Altertumswissenschaften
bedroht!
Das MAVORS-Institut
wurde wider den 'Geist der Zeit' gegründet in der
Hoffnung, diese sich ständig vergrössernden Lücken
zu füllen. Mit unserer interdisziplinären Forschung
und unserem Streben, die Ergebnisse öffentlich bekannt und
verständlich zu machen, beschreitet das MAVORS-Institut innovative
Wege zum Erhalt und zur Förderung einer wissenschaftlichen
Disziplin, indem es die direkte Unterstützung aller sucht,
die sich für die antike Militärgeschichte begeistern.
Das MAVORS-Institut benötigt deshalb
Ihre Unterstützung!